2/2014

Pfarrer Thomas Markert

Pfarrer Thomas Markert

Liebe Leserinnen und Leser!

Wer die Wahl hat
<>
hat die Qual
<> sollte auch hingehen
<> kann sowieso nichts verändern
<> beschert nur den Sesselfurzern irgendwo da oben ein gemütliches Leben
<> ist ein armes Würstchen
<> hat gerade was anderes vor
<> sollte sich auch selbst zur Wahl stellen
Auch im Jahr 2014 gibt es – demokratisches Grundgesetz und Grundrecht – wieder Wahlen. Am 26. Januar haben unsere KirchvorsteherInnen die Mitglieder für die Landessynode unserer Sächsischen Landeskirche gewählt. Am 25. Mai werden in Bernstadt und den eingemeindeten Dörfern die Wahlen für den neuen Stadtrat und die Ortschaftsräte gewählt (und auch das Europaparlament). Aller Voraussicht nach am 31. August wählen wir unseren Sächsischen Landtag neu. Und am 14. September werden wir in unseren Kirchgemeinden neue Kirchenvorstände per Wahl bestimmen. Sie diskutieren und entscheiden dann ab dem 1. Advent für sechs Jahre die Belange unserer Schwester-Gemeinden.
Gründe, nicht wählen zu gehen, gibt es genug. Und Gründe, nicht sogar selbst zu kandidieren, gibt es erst recht genug. Vor den Wahlen sind Bürgermeister, Ortschaftsräte, Pfarrer und Politiker damit beschäftigt, Kandidaten für die Wahl zu finden und das „Wahlvolk“ zu mobilisieren. Ein mühsames Geschäft. Wer wählt, erlebt Chancen und Grenzen von Gestaltungsspielräumen. Und wer sich selbst zur Wahl stellt, nimmt damit eine deutliche Mehrbelastung und vielleicht auch Enttäuschung in Kauf.
Ich stelle mir übrigens auch Gott als Demokraten vor: Gott hat sich selbst wählbar gemacht – er wartet darauf, dass wir ihn als Bezugspunkt unseres Lebens wählen. Kein Diktator, der Glauben und Nächstenliebe verordnet. Und auch Gott selbst hat gewählt: uns Menschen als die Adressaten seiner Liebe. Die Welt als „Wahllokal Gottes“, in dem wir unsere Freiheit ausgestalten und genießen dürfen. Diese Freiheit wird uns aber nur erhalten bleiben, wenn sich Menschen finden, die sie (auch im Auftrag Gottes) wählend oder wählbar vertreten, gestalten und sich auch selbst dafür investieren.
Deswegen möchte ich Sie ermutigen und ermuntern: Gehen Sie wählen (lange genug durften wir das nicht wirklich!) und denken Sie auch über eine eigene Kandidatur nach! Für mich steht fest:
Wer die Wahl hat
<> darf Gott auf seiner Seite wissen
Im Namen aller Mitarbeitenden grüßt Sie Ihr Pfr. Thomas Markert

 

 

 


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