3/2015

Unser neuer Pfarrer stellt sich vor

Sehr geehrte Damen und Herren, liebe Schwestern und Brüder,

ab dem 01.03. werde ich als Ihr neuer Pfarrer in Ihren Gemeinden meinen Dienst beginnen. Darauf freue ich mich sehr! Die Oberlausitz habe ich bereits liebgewonnen, denn einige Male hat es mich schon hierher verschlagen: als ich z.B. 2010 ein Praktikum in Hochkirch bei Bautzen absolvierte, oder als ich 2011 eine Pilgerwanderung von Görlitz nach Kamenz unternahm. Auch andere Orte wie Herrnhut oder Zittau habe ich schon mehrmals besucht. Und nun werde ich hier Pfarrer und bin gespannt, den Eigenschen Kreis und seine Bewohner kennenzulernen.

Damit Sie wenigstens ein paar Anhaltspunkte zu meiner Person haben, hier ein paar wenige biografische Daten: Geboren wurde ich 1984 in Leipzig. Aufgewachsen bin ich jedoch in einem kleinen Dorf in der Lommatzscher Pflege bei Meißen. Nach einem Auslandsjahr in Estland studierte ich u.a. Geschichte und Theologie in Tübingen und Leipzig. Anschließend habe ich mein Vikariat in Dresden absolviert. – Und nun werde ich Oberlausitzer.

In diesem Zusammenhang geht mir momentan immer wieder die Jahreslosung durch den Kopf: „Nehmt einander an, wie auch Christus euch angenommen hat, zum Lobe Gottes.“ „Annehmen“ heißt nichts anderes, als Akzeptanz aufzubringen. Über verschiedene Meinungen und Standpunkte kann man streiten (und muss man auch manchmal). Meinungen kommen und gehen – Menschen aber bleiben. Das Wort der Jahreslosung ist eine Botschaft, die  gute Gemeinschaft stiften kann. In unserem Miteinander macht es schließlich einen großen Unterschied, ob wir nur übereinander reden oder miteinander. Vielleicht hilft es, dass wir uns deutlich machen, welche Fehler Christus uns selber vergeben hat, bevor wir die Fehler des anderen hervorheben. Erst so sehen wir die Dinge realistisch und nicht durch unsere eigene Brille verzerrt. Erst so kommt es zu wirklichen Gesprächen, die den anderen nicht als bloßes Gegenüber, sondern als Mitmenschen wahrnehmen. Erst so entsteht intensive Gemeinschaft – ob nun auf dem Marktplatz oder in der Kirche. Ich freue mich auf solche guten Gespräche und unsere Gemeinschaft und verbleibe mit den besten Grüßen und Segenswünschen!

Ihr Jonathan Hahn