1/2016

Inge Isterheld

Inge Isterheld

»Macht hoch die Tür – Stille Nacht – Oh Tannenbaum«

Haben Sie ein Lieblingslied? Vielleicht sogar ein Advents- oder Weihnachtslied? Mir ist in diesen Tagen ein Lied von Franz Kett in den Sinn gekommen, das mich sofort ansprach. Eine einfache Melodie, ein gut verständlicher Text und da steckt eine Botschaft drin, die uns alle betrifft.

Gott ist ganz leise, willst du ihn hören,
werde ganz still, wie Maria es war.
Vielleicht hörst du dann die Botschaft des Engels:
Du bist voll Gnade, der Herr ist mit dir.

Stille … Lange hält man es ja nicht aus, einfach nur still zu sein und in sich hinein zu hören. Es gibt zu viel Unruhe in mir. Ich habe noch so viel zu bedenken in diesen Tagen vor dem Weihnachtsfest: Geschenke einkaufen, Haus und Wohnung schmücken, Kuchen und Plätzchen backen für den Weihnachtsbasar in der Schule …  Und dann die Hektik und der Lärm auf der Straße, die beunruhigenden Nachrichten im Radio und Fernsehen. Dabei wäre es doch so schön, zum Beispiel in den Wald zu gehen, die Stille des Winters zu genießen, um Ruhe zu finden. Denn ohne still zu werden, können wir die Botschaft des Engels leicht überhören.

Gott ist das Licht. Soll es dir leuchten,
schaue in dich, wie Maria es tat.
Vielleicht siehst du dann die Botschaft des Engels:
Du bist voll Gnade, der Herr ist mit dir:

Licht … Das scheint ja nun ganz gut zu passen. Gerade jetzt, in der Advents- und Weihnachtszeit, sieht man überall Lichter. Es gibt kaum ein Fenster, wo nicht ein Stern leuchtet, kaum ein  Zimmer, in dem nicht eine Kerze steht. Diese Botschaft muss man ja eigentlich sofort erkennen. Oder ist das nur das „Alle Jahre wieder …“? Sicher, wir brauchen diese Traditionen. Sie können uns helfen, die Weihnachtsbotschaft sichtbar zu machen. Aber noch besser ist es zu singen, denn das kommt immer aus unseren Herzen:

Gott ist die Liebe. Willst du sie spüren,
öffne dein Herz, wie Maria es tat.
Vielleicht spürst du dann die Botschaft des Engels:
Du bist voll Gnade, der Herr ist mit dir.

Liebe … Es braucht wirklich nicht viel, um Nächstenliebe zu zeigen: ein freundliches Wort, eine helfende Hand, ein Lächeln. Einmal mehr Danke oder Bitte zu sagen reicht manchmal schon aus, um den Anderen spüren zu lassen – Du bist mir wichtig. Auch wenn Du erst seit ein paar Wochen hier wohnst…

Ein gesegnetes Weihnachtsfest wünscht Ihnen und Ihren Familien: Kantorin Inge Isterheld