2/2017

Pfarrer Jonathan Hahn

Pfarrer Jonathan Hahn

Der Fotoverein Bernstadt hat kürzlich wieder seine jährliche Fotoausstellung eröffnet. Nach der offiziellen Begrüßung durchwandere ich den Ausstellungsraum. Zahlreiche Fotoaufnahmen treten mir dabei unter die Augen. Schnappschüsse und Urlaubseindrücke, Momente aus Natur- und Stadtleben, Tierfotos und Personenportraits. Für manche Impressionen musste der jeweilige Fotograf wahrscheinlich extra früh aufstehen oder zumindest lange warten, um diesen oder jenen Sonnenstand einzufangen oder etwa, um ein Tier in freier Wildbahn zu knipsen. Beachtlich schöne Aufnahmen sind dem Foto-Team und den Beitragenden gelungen. Einen Besucher hörte ich sagen: „Da sieht man mal, wie schön es bei uns ist!“ Innerlich komme ich ins Nachdenken: Fotografen nehmen sich Zeit für die besonderen Eindrücke. Sie entdecken Wunderbares in der Schöpfung – gleich vor der eigenen Haustür. Ich frage mich: Wie oft bin ich durch die Gegend gelaufen und habe die Schönheit um mich bewusst genossen und wertgeschätzt? Anders ausgedrückt: Bin ich etwa— betriebsblind geworden? Zeit, das zu ändern! Also habe ich doch noch – wenn auch verspätet – ein, zwei Vorsätze für 2017 gefunden. Einmal: den Fotoapparat öfter dabeihaben. Und zum Anderen: bewusst wahrnehmen. Für mich selbst ist das ganz eng mit Dankbarkeit gegenüber Gott verbunden. Und jemandem danken zu können, ist sicherlich eines der besten Mittel gegen Betriebsblindheit.
Viel Spaß beim Entdecken aller Schönheiten in nah und fern wünscht Ihnen im Namen aller Mitarbeiter
Pfr. Jonathan Hahn