6/2019

Elke Schmorrde

Elke Schmorrde

Artenschutz – „Zur Ehre Gottes und seiner Natur“

Anfang Mai hat der Weltbiodiversitätsrat seinen Globalen Bericht zum Zustand der Natur vorgestellt.

Die Botschaft des Berichtes ist eindeutig: Der Zustand der Natur, Gottes Schöpfung, verschlechtert sich dramatisch. Der Bericht ist ein klares Signal an die Menschheit umzudenken, neue Lösungsmöglichkeiten aufzuzeigen und eingeschliffene Verhaltensweisen zu ändern, um Gottes Schöpfung zu schützen und zu bewahren. Heinz Sielmann (Naturforscher und Zoologe) weist darauf hin, dass dies gelingen kann, wenn wir Menschen die Ehrfurcht vor dem Leben zurückgewinnen und wieder maßvoll mit den Dingen umzugehen lernen.

Mir ist es ein Anliegen, diesen Denkprozess bei den Kindern in der Christenlehre anzustoßen. Deshalb werden wir in den nächsten Wochen einige Tiere in der Bibel ausfindig machen. Denn die Tiere in der Bibel erzählen uns etwas über die faszinierende Beziehung Gottes zu seinen Geschöpfen. Ich finde es gut, die einzelnen Tierarten der Bibel auch einmal sinnhaft zu erfahren und kennenzulernen.

Der heilige Augustinus sagt dazu: „Man liebt nur, was man kennt.“ Das gilt für die Liebe zu Gott in gleicher Weise wie für die Liebe zu den Mitmenschen und zu unseren Mitgeschöpfen, den Tieren.

Eines meiner Lieblingstiere in der Bibel ist das Kamel. In Würde und mit erhobenem Kopf begleitet es Jahr für Jahr die Heiligen Drei Könige als Reit – und Lasttier. Es verbindet eine gewisse Hoheit mit der Bereitschaft, Schweres zu tragen. Hinzu kommen eine erstaunliche Kraft und ein enormes Durchhaltevermögen. Nur mit dem Kamel sind Wüsten zu durchwandern. Trotz widriger Umstände behält es den Kopf oben. Nicht umsonst ist es an der Krippe Jesu zu finden.

In diesem Sinne grüße ich Sie von Herzen, Ihre Gemeindepädagogin Elke Schmorrde