11/2010

Pfarrerin Dorothee Markert

Pfarrerin Dorothee Markert

„Mein rechter, rechter Platz ist leer,
ich wünsche mir … her!“ Bei diesen Worten gehen unsere Gedanken zurück. Nicht allein in Kindheitstage, sondern auch in die Zeit, in der wir mit lieben Vertrauten in der Kirchenbank oder auf der Bank vor dem Haus saßen. Kinderhände sind groß geworden – und die Kinder oft weggezogen. Die Hand unseres Partners hat uns gehalten – bis auch er / sie gegangen ist, in die so fern erscheinende Welt Gottes. Auch Freundinnen und Freunde wurden in den letzten Jahren – oder im vergangenen Kirchenjahr – von Gott heimgerufen. Nun sitzen wir allein am Tisch, auf der Bettkante und auch in der Kirchenbank. „Mein rechter, rechter Platz ist leer, ich wünsche mir … her!“ Mit diesen Worten können wir uns an die schönen Ereignisse erinnern, an das vertraute Miteinander – auch zum Gottesdienst. Mit diesen Worten können unsere Gedanken aber auch loswandern zu denen, die wir uns im Gottesdienst und zu den andern kirchlichen Veranstaltungen an unserer Seite wünschen. Und dann können wir wirklich losgehen und diejenigen einladen, damit wir nicht allein sind. Und die anderen auch nicht. „Mein rechter, rechter Platz ist leer, ich wünsche mir … also ich wünsche mir, dass wir mehr Menschen werden im Gottesdienst und dass uns Gottes Wort – egal in welcher Veranstaltung, ob im Kirchenchor, im Frauenkreis oder in der Krabbelgruppe – wieder erreicht und stärkt und uns Gemeinschaft schenkt. In Freude auf das Miteinander grüßt Sie im Namen unserer Kirchenvorstände und Mitarbeitenden Ihre Pfarrerin Dorothee Markert.