5/2011

Pfarrer Christoph Arnold

Pfarrer Christoph Arnold

Lebst Du schon oder …? Es gibt vieles, was wir an dieser Stelle einsetzen können, wo wir meinen, dass es das „Leben“ ausmacht und was uns doch nicht zum Leben kommen lässt. Meistens merken wir dies erst in der Rückschau. Wenn wir uns einmal Zeit nehmen und auf unser Leben schauen. Manchmal jedoch spüren wir dies auch schon im Alltag – dass da etwas nicht stimmt. Dass etwas verkehrt läuft, dass unser Leben ohne wirkliche Lichtquellen und -blicke ist, dass es gefangen ist in Umständen, die wir nicht ändern können, dass es verschüttet ist durch Traurigkeit, Einsamkeit, Nichtigkeiten oder was auch immer. Dass wir eigentlich ganz anders sein wollen, unser Leben zumindest ein Stück weit anders leben möchten, bewusster. Ostern will und kann uns dabei helfen. Es will uns die Augen öffnen – für ein neues Leben – kein zweites Leben!, sondern ein neues Leben. Ein Leben im Angesicht und unter dem Zuspruch Gottes. Von Axel Kühner stammen Sieben kleine Anweisungen für ein solches neues Leben:
(1) Mach aus der ängstlichen Sorge um morgen die behutsame Fürsorge für heute.
(2) Vergleiche dich nicht mit anderen, es bedeutet sinnloses Leiden. Jeder Mensch ist unvergleichlich. Darum brauchen wir niemanden zu beneiden oder verachten.
(3) Plane deine Zeit, aber lass Freiräume für Überraschungen. Nimm Menschen stets wichtiger als Dinge. Wer liebt, hat Zeit!
(4) Ärgere dich nicht über andere. Wer sich über andere aufregt, büßt ihre Sünden. Nur wer liebt und vergibt, kann Menschen verändern.
(5) Teile gern mit anderen. Teilen vermehrt das Lebenskapital. Und die Vermehrung des Lebens beginnt immer mit dem Opfer.
(6) Vergiss die Freude nicht. Suche bewusst die kleinen und großen Anlässe zur Freude bei dir und anderen.
(7) Beginne den Tag mit einem Gespräch mit Gott. Danke, klage, bitte, singe, aber rede mit ihm. Er wartet schon auf dich.
Mögen uns die Anweisungen dabei helfen, dass wir an jenem Abend sagen können: Ich habe diesen Tag gelebt!
Ihr Pfr. Christoph Arnold