6/2012

Pfarrer Christoph Arnold

Pfarrer Christoph Arnold

Was sie noch nicht wußten! – Oder doch?
Bei einem Spiel gibt es nur eine Möglichkeit: Sieg, Unentschieden oder Niederlage! // Das nächste Spiel ist immer das nächste.// Die Schweden sind keine Holländer – das hat man ganz genau gesehen.// Das Schöne am Fußballspiel ist, dass man nicht weiß, wie es ausgeht.// Manche Leute halten Fußball für eine Sache von Leben und Tod. Ich kann Ihnen versichern, es ist sehr viel wichtiger als das.// Ja gut, der arbeitet von morgens bis abends. Ja gut, sowas nennt man im Volksmund glaube ich Alcoholic.// Das größte Problem beim Fußball sind die Spieler. Wenn wir die abschaffen könnten, wäre alles gut.// Ein Fußballspieler, der ein Tor direkt erzielt ist noch lange kein Direktor.// Der Ball ist rund! (darf nicht fehlen) Na klar – das sind alles Fußballweisheiten. Derer gibt es Hunderte von Fußballspielern und Trainern. Und eigentlich sind es gar keine Weisheiten, sondern Aussagen und Sprüche, die sich irgendwo zwischen dem Vorurteil, Fußballspieler hätten es nur in den Füßen und nicht im Kopf und der Glorifizierung von Fußballern als den Philosophen der Menschheit bewegen. In der Praxis haben diese Sprüche verschiedene Aufgaben zu erfüllen: sie regen zum Schmunzeln an, sie dienen der Unterhaltung der Gemeinschaft, sie schlagen Brücken in vergangene Zeiten. All das gehört zu uns als Menschen dazu, zu unserem Leben, gleich ob wir Fußball mögen oder nicht. Wir brauchen die Gemeinschaft, wir benötigen die Erinnerung und wir können ohne Freude, ohne das Lachen nicht existieren. Für wie wichtig das viele Zeitgenossen erachten, zeigt mir die Tatsache, dass in der Rückschau auf ein vergangenes Leben häufig betont wird, dass er oder sie eben zu feiern wußte. Und feiern heißt ja nichts anders als Gemeinschaft zu leben, sich zu erinnern, [Gott] zu danken, sich stärken zu lassen und sich des Lebens mit seinen vielen schönen Seiten zu freuen. Mehr oder weniger geschieht dies in jeden Gottesdienst – sicherlich anders als bei Jolly Jumper J. Aber es geschieht auch sonst im Gemeindealltag. Zum Beispiel am 1. Juli, wenn wir einladen zu einem Gemeinde-Fußballturnier, zu einer gemeinsamen Mahlzeit, einer kurzen Zeit der Besinnung und zu einem Public-Screening in unserer Bernstädter Kirche. Wir wollen und werden miteinander und – da bin ich gewiß – unter dem Segen Gottes begeistert Fußball spielen und schauen, denn wir wissen: Fußball ist ein starkes Stück leben (so Wolfgang Huber) und Die Entscheidung mit Jesus zu leben ist das wichtigste Tor unseres Lebens (nach Ferreira de Camargo Neto, genannt Adhemar) Ich würde mich freuen, Sie an diesem Tag bei uns zu sehen und mit Ihnen zu feiern.
Ihr Pfr. Christoph Arnold