12/2013

Pfarrerin Dorothee Markert

Pfarrerin Dorothee Markert

Liebe Leserinnen und Leser!

Dezember. Adventszeit. Ob mit oder ohne Adventskalender: Wir spüren, es geht auf das Christfest zu. Es ist die musikalischste Zeit im Jahr, sagen manche. Ich glaube das stimmt.
Gibt es für Sie ein Lieblings-Adventslied? Welches ist es denn?
Ich kann mich da nur schwer entscheiden. Viele Lieder finde ich schön. Singen überhaupt.
Doch — ein Lied gefällt mir, weil es so einfach zum Mitsingen ist und dabei eine schnell erfassbare, ehrliche Botschaft verkündet: „Tragt in die Welt nun ein Licht. Sagt allen: Fürchtet euch nicht. Gott hat euch lieb Groß und Klein. Seht auf des Lichtes Schein!“ Das ist die Botschaft des Advent. Trotz zunehmender Dunkelheit müssen wir uns nicht fürchten. Gott hat uns in sein Herz geschlossen; wir haben Sein Licht.
Viele Lichter werden in den kommenden Wochen leuchten: die Kerzen auf dem Adventskranz, Schwibbbögen im Fenster, der Adventsstern vor der Haustür oder in der Stube. Manche schmücken ihr ganzes Haus mit Lichterketten. Das alles zeigt unsere Sehnsucht nach Licht in einer dunklen Jahreszeit. Doch alle Kerzen und Lichter sind nicht nur für die, die sie anbringen oder anzünden. Das Licht leuchtet für alle, die am Haus vorbeigehen oder –fahren. Licht breitet sich aus. Noch schöner ist es, wenn es tatsächlich hinausgetragen wird, wenn wir es bewusst zu anderen Menschen tragen oder andere daran teilhaben lassen, dass bei uns Kerzen brennen.
Warum nicht einmal eine Adventsüberraschung der anderen Art? Zum Beispiel eine Einladung zu Plätzchen und Tee mit dem Nachbarn? Oder wie wäre es mit einem „Candle-Ligh-Dinner“ für Sie und Ihre Ehepartnerin? Vielleicht nehmen wir im Licht noch ganz andere Menschen wahr: Ob die sich freuen würden über einen kleinen Adventsgruß?
Nein, Sie müssen dazu gar keinen großen Aufriss machen. Es sind die kleinen Dinge, die überraschen. Gott macht es doch auch so: ER kommt klein in die Welt. Damit hat niemand gerechnet. Das ist seine Überraschung. ER zeigt sich in dem kleinen Kind in der Krippe. Aber ER ist ein Licht, DAS Licht, auf das wir im Advent zugehen. Wir können an IHM Anteil haben, in Sein Licht kommen, uns einladen lassen. Die Adventszeit ist dafür eine gute „Übungszeit“ für uns.
Im Namen der Mitarbeitenden unserer Kirchgemeinden grüße ich Sie herzlich in dieser lichterhellen Zeit!
Ihre Dorothee Markert.

Übrigens: Auch beim Singen kann es hell werden, so innen drin. Der Advent wird eingesungen am 30. November, 17.00 Uhr in Schönau-Berzdorf. Schauen Sie doch einfach mal herein!

 

 

 


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