7/2013

Pfarrer Thomas Markert

Pfarrer Thomas Markert

Schade-schön (offener Brief)

Liebe Anke Arnold, lieber Christoph Arnold,
schade, dass ihr in wenigen Wochen eure Pfarrersarbeit hier in Bernstadt und Umgebung beenden und auf eine Pfarrstelle nach Dresden wechseln werdet. Schade! So höre ich es von vielen Seiten – viele Gemeindemitglieder empfinden so wie ich auch. Eure Arbeitskraft wird fehlen für unsere Gemeinden, aber auch ihr selbst werdet fehlen, mit eurer anpackend-übersprudelnden bzw. geduldig-beharrlichen Art, auf Menschen zuzugehen, Aufgaben anzupacken, die Belasteten und Schwierigen geduldig zu tragen.
Und auch wenn nicht alles reibungslos gelungen ist (wo kann es das schon geben?) – was ihr alles eingebracht, gegeben, geschafft habt, wird uns wohl erst z.T. erst im Nachhinein richtig bewusst werden. Da seid ihr schon in Dresden, in neue Aufgaben und Herausforderungen verwickelt. Schön, so nehme ich es in der Ferne wahr, schön, dass ihr auch dort gebraucht und sehnsüchtig erwartet werdet.
Ihr hinterlasst eine Lücke hier und schließt eine Lücke da. Während wir nun schauen müssen, wie wir Christen auf und um den Eigen uns im kommenden Jahr ohne euch zurecht finden, freuen sich Christen in Dresden Striesen und Blasewitz über das, was ihr den Gemeinden dort geben könnt.
Eine schöne Perspektive: unser Christsein, unser Glauben endet nicht an unserem Ortsausgangsschild. Die Sichtweite des Glaubens reicht bis nach Dresden, und nach Hamburg und Pennsylvanien, bis nach Papua-Neuguinea (wo liegt das denn?). Und diese Sichtweite des Glaubens hat – so gesehen – insgesamt doch recht wenig mit euch oder mit uns Pfarrern zu tun, sondern vielmehr mit Jesus Christus selbst, nach dem wir Christen uns ja nennen. Die Christliche Gemeinde geht dort weiter und ist dort lebendig, wo wir hier vor Ort (und anderswo) unser Vertrauen auf Jesus Christus richten, wo wir uns von seiner Liebe das Leben leicht machen lassen, unseren Glauben miteinander teilen, einander mitteilen.
Deswegen soll uns nicht bange werden, wenn ihr ab September nicht mehr da seid – manches wird wegfallen oder schwieriger, gewiss. Die Mitte unserer Gemeinden aber – Jesus Christus – bleibt uns.
Ja, schade, dass ihr weggeht. Und schade, dass ab September euer Fehlen zu spüren sein wird. Schön aber, dass ihr für eure neue Gemeinde wertvoll seid. Und schön auch, dass wir als Christen hier auch weiterhin von der Freiheit und der Schönheit des Glaubens an Jesus Christus leben und geprägt sein werden.
Es grüßt euch herzlich euer Freund, Glaubensbruder und Kollege Thomas Markert

 

 

 


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