8/2013

Familie Arnold

Familie Arnold

Die Unerreichbarkeit des Paradieses …

„Das Gelobte Land liegt immer woanders!“, so oder so ähnlich habe ich kürzlich gelesen. Und ich frage mich ob diese Aussage stimmt. Ist es tatsächlich so, dass das „Gelobte Land“, wir können auch sagen „das Paradies“, für uns unerreichbar ist?
Was bringt mich dazu, überhaupt solch eine Frage zu stellen? Vielleicht ist es der immer wieder wahrgenommene Kontrast von Alltag und Urlaub (viele sind ja in diesen Tagen im Urlaub). Ein Kontrast, der sich häufig festmacht an der Hoffnung auf die besondere Zeit im Jahr: als Pool der Erholung, als Zeit der Entspannung, als Ort der guten Begegnung. Vielleicht sind es die vielfältigen Gedanken und Gefühle, die in verschiedenen Lebenslagen in uns geboren werden: Gedanken des Neidens, des Zweifelns, Gefühle zurückgesetzt, verletzt worden zu sein oder Chancen verpasst zu haben. Vielleicht bewegt mich aber auch (nur) die Tatsache, dass wir nach Dresden umziehen werden: begleitet von guten und dankbaren Worten aber auch Bekundungen von Traurigkeit. Viele fragen uns in diesem Zusammenhang: Wollt ihr uns verlassen? Wollt ihr wirklich wegziehen? Es klingt so als würden wir in das Paradies ziehen – oder eben das Gelobte Land. Als würden wir hier alle anderen zurücklassen – in einer gleichsam paradiesfreien Zone. DOCH DAS IST NICHT SO. Wir haben hier wunderbare Jahre erlebt, gute Beziehungen geknüpft, tolle Stunden verbracht – mit Lachen und Weinen. Die Gründe dafür, warum wir weiterziehen sind vielfältig. Manche kennen sie. In keinem Falle aber haben sie mit einer Hoffnung auf ein neues Paradies zu tun. Denn dieses ist eh nicht hier oder da, sondern immer dort, wo die Leute Gott in ihr Leben lassen, wo sie mit Dankbarkeit auf die geschenkte Zeit schauen und wo sie mit Freude und Zufriedenheit den Tag (und hin und wieder auch die Nacht) genießen. So ist auch hier in der Oberlausitz „Gelobtes Land“ – auch ohne uns, die wir weitergehen. Davon sind wir beide, meine Frau und ich. überzeugt und das wünschen wir Ihnen bzw. Euch allen, dass für Sie bzw. Euch das Paradies erreichbar bleibt und immer wieder Wirklichkeit wird. Bleiben Sie/Bleibt Gott befohlen
In Dankbarkeit für eine herzliche Aufnahme und mit vielen guten Erinnerungen erfüllt
Ihre Anke und Christoph Arnold mit Elisabeth und Konrad, Pfarrersfamilie

 

 

 


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