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Andacht Februar 2024

Pfarrer: Thomas Markert

Was ist das wert, was wir haben?

Vor wenigen Tagen ein Anruf. „Wir brauchen jemanden für einen Exorzismus. Kennen Sie sich damit aus?“ Die Stimme am Telefon klingt gehetzt, erschöpft. Ich versuche, bevor ich verneine, erst einmal die Situation zu klären: Ein dreijähriges Kind, das von einem Moment auf den nächsten völlig austickt, wie „besessen“ reagiert. Dazu jetzt ein Neugeborenes. Mutter und Oma haben furchtbare Angst, dass die Dreijährige der Kleinen weh tun könnte. Oder Schlimmeres. Der Vater weit weg, nach einem schweren Unfall eine weitere Belastung anstatt einer Hilfe. In einem Nebensatz geht es auch um Drogen. Die Verzweiflung ist sogar durch den Hörer mit Händen zu greifen. Ich biete an, was ich habe: Ein Besuch, Zuhören, ein Gespräch, Gebet, Segen. Ein Exorzismus (das Austreiben böser Geister oder des Teufels) gehört nicht dazu. Irgendwo in meinem Kopf denkt es: Schade. Was wäre das für ein Zeichen für die Kraft und Wirklichkeit Gottes – ein machtvolles Wort, und alles wäre gut! So wie in den Geschichten von Jesus… Gestern war ich dort. Ich begegne einer jungen sympathischen Mutter. Staune mal wieder, wie klein Kinder nach der Geburt sind . Erlebe eine aufgeweckte „Große“, die neugierig und Aufmerksamkeit suchend um mich herum „schwirrt“. Mutter und Oma erzählen. Ich höre zu, versuche zu verstehen, zu klären, da zu sein. In aller Ohnmacht ist es eine wohltuende, berührende Begegnung. Für alle. Ich spüre aber auch: Für viele Probleme braucht es professionellere Hilfe, als ich sie bieten kann. Was aber kann jetzt mein Beitrag und Beistand sein? Ich frage die Dreijährige, ob ich ihr die Hände auf den Kopf legen darf, um für sie (und die anderen) zu beten. Ich darf. Ich darf eine Hilfe erbitten, die größer ist als meine Möglichkeiten, darf eine Sehnsucht wachhalten, die der Wirklichkeit manchmal viele Schritte voraus ist. Ich mache das Zeichen des Kreuzes über dem Kind, spreche ihr einen Segen zu: Du bist gesehen. Für dich ist gesorgt. Du wirst beschenkt. Dein Leben wird heil. Ganz intensive Momente. Als ich aufbreche, gibt mir die Kleine einen Kuss. Wer wird für die Not unserer Welt beten, wenn wir es nicht tun? Wer kann Menschen segnen, wenn wir es verlernen?  Ver-rückt, wieviel das wert ist, was wir Christen haben!
Ganz herzlich grüßt Sie Ihr Pfr. Thomas Markert

»Die Losungen der Herrnhuter Brüdergemeine«

 

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Jahreslosung 2024

Alles, was ihr tut, geschehe in Liebe

1. Korinther 16,14 (E)

 

                           Gottesdienst im ZDF                                            Gottesdienst in der ARD

© 2009 – 2024 letzte Änderung: 19.02.2024  18:00 Uhr