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Andacht Oktober 2019

Pfarrerin Dorothee Markert

Liebe Leserinnen und Leser!

In den Frauenkreisen unserer Gemeinden geht es oft sehr lustig zu! Lebhafte Gespräche. Angenehme Kaffee-und-Kuchen-Runde. Wir teilen Zeit und Erfahrungen aus unserem Leben. Meistens singen und beten wir zusammen. Diese Gemeinschaft tut gut!

Viel Freude und Staunen gab es neulich über Redewendungen. Meistens liegen sie uns locker auf der Zunge: „wie Sand am Meer“ oder „wer andern eine Grube gräbt…“ oder „vergeben und vergessen“. Wir staunten, denn viele Redewendungen und Sprichwörter stammen aus der Bibel. Auch die eben genannten. Alle drei. Und diese: „aus dem Vollen schöpfen“ ebenso. Wir sagen es, wenn wir scheinbar ohne Grenzen auswählen können: Papiervorräte in Großraumbüros scheinen unerschöpflich. Das Schöpfen aus den Regalen im Supermarkt wird lediglich durch unser Portmonee begrenzt. Ich sehe auch gern eine große Tüte Gummibärchen vor mir, aus der ich nach Herzenslust naschen (schöpfen) kann.

Wie leicht ist es, angesichts der Fülle etwas abzugeben. An diejenigen, die das nicht können! Auch dazu gibt es in der Bibel ein besonderes Wort: Almosen. Tut niemandem weh – weder dem, der „aus dem Vollen schöpft“, noch dem, der etwas davon abbekommt. Das ist schon mal prima! In nahezu allen Religionen wird ganz selbstverständlich von „Almosen“ gesprochen. Heutzutage ist dieser Begriff fast verloren gegangen. Ähnlich wie viele lustige Redewendungen. Über beides lässt sich ganz gut nachdenken – und wieder anknüpfen!

Im Monatsspruch für Oktober heißt es: „Wie es dir möglich ist: Aus dem Vollen schöpfend – gib davon Almosen! Wenn dir wenig möglich ist, fürchte dich nicht, aus dem Wenigen Almosen zu geben!“ Gott traut es uns zu, dass wir unsere Möglichkeiten gut einschätzen. Ob Geld oder Gummibärchen, ob Tomaten oder Zucchini aus dem eigenen Garten (bei manchen in großer Fülle!), ob Zeit oder unsere Lebensgeschichten. Wenn wir davon das abgeben, was uns möglich ist – und das Geteilte dankbar empfangen – erleben wir eine tragende Gemeinschaft. Das ist ganz im Sinne Gottes.

Im Namen aller Mitarbeitenden grüßt Sie herzlich Ihre Pfarrerin Dorothee Markert.

»Die Losungen der Herrnhuter Brüdergemeine«

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Jahreslosung 2019

Suche Frieden und jage ihm nach!

Psalm 34,15

                           Gottesdienst im ZDF                                            Gottesdienst in der ARD

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letzte Änderung: 17.10.2019 23:30