Wir begrüßen Sie sehr herzlich auf der Internetseite der Kirchgemeinden Bernstadt, Kemnitz, Sohland a.R. und Schönau-Dittersbach!

Achtung – Achtung – Achtung!!!

Hier finden Sie aktuelle Änderungen unserer Gemeindeveranstaltungen!!!

Feiern unserer Gottesdienste

Liebe Schwestern und Brüder,
gemäß der SächCoronaSchVO vom 4. Mai 2020 können wir wieder sowohl Gottesdienste als auch Trauerfeiern ohne Teilnehmerbegrenzung feiern. Wir bitten aber alle darum, folgende Maßnahmen zu beachten und umzusetzen:

  • es gilt den Sicherheitsabstand von 1,50m zu wahren, auch in den Sitzplätzen (ausgenommen Familienangehörige)
  • die Feier des Abendmahls bleibt ausgesetzt
  • Menschen mit Krankheitssymptomen dürfen leider nicht teilnehmen
  • Tragen des Mundschutzes wird dringend empfohlen
  • die max. Dauer der Gottesdienste beträgt 45 min

Die Übersicht unserer Gottesdienste steht unten. Änderungen sind vorbehalten. Wir bitten um Euer Verständnis und um Euer Gebet für Staat, Gesellschaft und Gemeinde. Bleibt behütet und von Gott gesegnet! Es grüßen Euch, verbunden in Christus, Eure Pfarrer Jonathan Hahn sowie Doro und Thomas Markert

Andacht Juni 2020

Was macht Corona eigentlich mit unseren Gemeinden?

Pfarrer Thomas Markert

Die Wochen der gemeinsamen Tapferkeit scheinen vorbei. Hieß es im März, kurz nach Beginn der einschneidenden Corona-Beschränkungen, noch trotzig-solidarisch: „Wir schaffen das“, so schlägt inzwischen die Stimmung vielerorts in Protest um. Corona dividiert uns mittlerweile auseinander, statt uns zusammenzuschweißen. Auch in unseren Kirchen prallen die Meinungen aufeinander. Für viele war gerade der so schmerzhafte Verzicht auf die Feier des Osterfestes auch Zeichen eines großen Verantwortungsbewusstseins. Und am liebsten sollte dieser Verzicht jetzt noch bis zum Sommer verlängert werden. Andere schimpfen lautstark darüber, dass die Kirchen einfach so – mir nichts dir nichts – die Türen zugeschlossen und die Menschen allein gelassen hätten. Und überhaupt, wozu braucht man die Kirchen eigentlich noch? Systemrelevant jedenfalls scheinen sie nicht zu sein… Auch hier: Das Virus infiziert offenbar nicht nur die Lunge und sorgt für bösen Husten, sondern befällt auch die Sprache und sorgt für schroffe Vorwürfe.

Gibt es irgendeinen Weg, der uns aus der Sackgasse des verletzenden Meinungsstreites wieder herausführt? Wir Christen glauben, dass der einzige wirklich zukunftweisende Weg letztlich darin besteht, ganz bewusst auf Gottes Wort und Gottes Reden zu hören. Gegenwärtig habe ich eher den Eindruck, wir wissen alle (und zwar schon lange vor Corona) ganz genau, was Gott dazu sagen würde, und dann schlagen wir uns unsere „Erkenntnisse“ wie feuchte Lappen um die Ohren.

Ich möchte ehrlich sein: Ich weiß nicht, was uns Gott in dieser Zeit der Krise und der erzwungenen Beschränkungen sagen will. Das Virus als Strafe Gottes für eine gottvergessene Welt? Der Gott, von dem uns Jesus Christus als seinem Vater erzählt, den finde ich in dieser Deutung nicht. Oder die Krise als Gottes Bremsklotz für unser konsumbesoffenes Höher-Schneller-Weiter? Dann hätte Gott die Waage der Gerechtigkeit doch extrem ungleich eingestellt zwischen existenzbedrohten Gastwirten und dem boomenden Internetgiganten Amazon.

Gibt es überhaupt etwas, was uns Gott durch diese Zeit hindurch sagen will?

Nach den lauten und schnellen Antwortversuchen fällt mir zuerst ein Satz Jesu ein, den er zu seinen Jüngern sagt, als es zwischen denen einmal zu einem Streit um Macht und (Deutungs-)Hoheit gekommen war. Jesus sagt: Ja, so läuft das üblicherweise in der Welt, aber so soll es bei euch nicht sein! (Matthäus 20.26). Heißt für mich: Wenn wir beim Hören auf Gottes Reden auch anfangen, aufeinander zu hören, wenn wir uns Überforderten gegenseitig auch unsere Überforderung eingestehen, wenn wir den Entscheidungsträgern ihren guten Willen zugestehen und denen mit einer anderen Meinung ihre andere Meinung – wenn wir das in unseren Gemeinden miteinander üben, dann, so glaube ich fest, dann erst werden wir das Reden Gottes hören können. Dann wird uns Gott zeigen, was diese Zeit für uns wert ist.

Nutzen wir die – jetzt verordnetermaßen kleinen, begrenzten – Veranstaltungen und Begegnungen in unseren Gemeinden nicht zum Lamentieren, Schimpfen oder dem Austauschen von Absurditäten, sondern zu diesem gemeinsamen Hören. Vielleicht ist das ja sogar der so dringend gesuchte Impfstoff – für unser Miteinander.

Bleiben Sie dankbar, tapfer und hörbereit, das wünscht Ihnen Ihr Pfr. Thomas Markert

»Die Losungen der Herrnhuter Brüdergemeine«

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Jahreslosung 2020

Ich glaube; hilf meinem Unglauben!

Markus 9,24

                           Gottesdienst im ZDF                                            Gottesdienst in der ARD

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letzte Änderung: 02.06.2020 09:00