Wir begrüßen Sie sehr herzlich auf der Internetseite der Kirchgemeinden Bernstadt, Kemnitz, Sohland a.R. und Schönau-Dittersbach!

 

Andacht Oktober 2018

Gemeindepädagogin Manuela Stöcker

SUCHE FRIEDEN –

so lautet das Motto einer geplanten Jugendveranstaltung. In der Vorbereitung darauf habe ich mich mit dem Begriff „Frieden“ auseinandergesetzt. Es ist laut Definition ein Zustand der Stille und Ruhe. Die Abwesenheit von Störungen und Beunruhigungen, besonders von Krieg. Ich, die ihre Jugend in der DDR erlebte, verband mit dem Begriff Frieden das Symbol der Friedenstaube und Pioniernachmittage. Das fand ich langweilig. Mir erschien es als selbstverständlich in Frieden und Sicherheit aufzuwachsen. Jetzt kenne ich die politische Geschichte und weiß, dass es das nicht war. Es herrschte der Kalte Krieg und vor meiner Zeit lagen zwei furchtbare Weltkriege, deren Ausmaße ich erst als Erwachsene verstand. In der Gegenwart spielt die Frage nach dem Frieden nun eine bedeutsamere Rolle für mich! Wenn mein Sohn mich fragt: “Mama, kann der Krieg auch zu uns kommen?“, dann versuche ich natürlich, ihm die Angst zu nehmen. Aber ein klares „Nein“ bekomme ich nicht heraus. Vieles, was in den letzten Jahren in der Politik geschah und geschieht, ist beunruhigend und erinnert mich an bekannte Abläufe in der Geschichte. Die Zunahme an Nationalismus in vielen Ländern, Politiker, die sich als Diktatoren aufspielen, das Leid und die Not vieler Menschen, die es zu Hause nicht mehr aushalten, weil ihnen das Nötigste zum Leben fehlt oder weil Krieg und Gewalt ihren Alltag bestimmen… Alles scheint weit weg, aber das ist es nicht. Störungen und Beunruhigungen machen sich breit. Der Frieden gerät ins Wanken.

Jesus sagte einmal zu einer Volksmenge: Wenn ihr im Westen eine Wolke aufsteigen seht, sagt ihr sofort: Es gibt Regen. Und so geschieht es. (…) Ihr Heuchler! Das Aussehen der Erde und des Himmels wisst ihr zu deuten. Warum könnt ihr dann diese Zeit der Entscheidung nicht deuten? (Lk. 12,54-56)

Versuchen wir, auf die Signale zu hören und zu schauen, wo und wie wir Frieden suchen können!

Schieben wir unsere Ängste und Vorurteile beiseite. Versuchen wir, am Frieden mitzuarbeiten und nicht an der Eskalation.

Denn: Selig sind, die Frieden stiften, denn sie werden Gottes Kinder heißen. (MK 5,9)

Ihre Manuela Stöcker (Gemeindepädagogin)

 

»Die Losungen der Herrnhuter Brüdergemeine«

»© Evangelische Brüder-Unität – Herrnhuter Brüdergemeine«
http://www.ebu.de

»Weitere Informationen finden Sie hier.«
http://www.losungen.de

Jahreslosung 2018

Gott spricht: Ich will dem Durstigen geben von der Quelle des lebendigen Wassers umsonst.

Offenbarung 21,6 (L) 

                           Gottesdienst im ZDF                                            Gottesdienst in der ARD

© 2009 – 2018

letzte Änderung: 14.10.2018 02:00