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Andacht Dezember 2016

Gemeindepädagogin Manuela Stöcker

Gemeindepädagogin Manuela Stöcker

Advent zwischen Hell und Dunkel

Nun ist es wieder soweit – wir steigen auf Dachböden und suchen in und auf unseren Schränken nach unserem Advents- und Weihnachtsschmuck. Wir sind im Advent angekommen.

Mit dem 1. Advent beginnt ein neues Kirchenjahr –  ein neuer Beginn auch für unseren Glauben an Gott.

Diesen Anfang des Kirchenjahres lässt Gott uns glücklicherweise langsam angehen. Das finde ich für mich sehr wichtig – der Wechsel von Termindruck und geschäftlicher Aufgeregtheit zur adventlichen Stille gelingt nicht sofort – dafür haben wir vier Wochen Zeit. Zeit herunterzukommen und durchzuatmen. Der Weg zur inneren Ruhe gelingt oft besonders gut mit Ritualen: einer gestalteten Zeit, einem nachdenklichen Text, einem besonderen Ort. Advent will erwartet, erschwiegen, erwandert, ersungen werden.

Das kommt wunderbar in einem Liedvers aus „Macht hoch die Tür“ zum Ausdruck:

Komm, o mein Heiland Jesu Christ, meins Herzens Tür dir offen ist.

Ach zieh mit deiner Gnade ein; dein Freundlichkeit auch uns erschein…

Mit der Adventszeit verbinde ich ein wohliges Gefühl, das langsam entsteht. Doch ich stehe, wie schon letztes Jahr in dem Konflikt zwischen Sehnsucht nach Ruhe / Rückzug und Verantwortung für unsere Welt.

Im Advent habe ich das Bedürfnis, dass wir es uns gemütlich machen in unserem „Nest“, mit Adventskranz und Räucherkerzen. Doch frage ich mich zugleich: was ist mit denen, die „draußen stehen“ vor der Tür? Denen in den Flüchtlingsheimen, denen in den unsicheren Booten auf den Ozeanen, denen im Bombenhagel in ihrer Heimat, denen vor ihren zerstörten Häusern, denen, die wegen ihrer Courage im Gefängnis sitzen, denen, die unter einer Brücke in der Kälte schlafen müssen, den Trauernden, den Kranken, denen, deren Seele dunkel ist…..

In unserer Vorbereitung auf Weihnachten mögen diese Menschen in unserem Gebet sein, sollen wir auch unsere Herzenstür öffnen, denn sie sind es, weshalb Gottes Sohn Jesus zu uns gesandt ist.

Wegen ihnen hat Jesus diesen Anfang in einem einfachen Stall gewählt. Ihretwegen ist Jesus mit seinen Eltern als Flüchtling unterwegs gewesen. Er ist einer von denen, die es schwer haben. Er ist einer von uns, denn jeder von uns hat schon dunkle Zeiten erlebt.

Schließen wir also das Dunkle im Advent nicht aus, nehmen wir uns Zeit dafür.

Mögen wir im Gebet um Mut bitten, um für Gerechtigkeit einzustehen und um Kraft, um zu helfen, wo Not ist. So strahlt der Weihnachtstern schon in den Advent hinein.

Eine gesegnete Adventszeit wünscht Ihnen im Namen aller Mitarbeitenden Ihre Manuela Stöcker (Gemeindepädagogin in Kemnitz und Sohland a.R.)

»Die Losungen der Herrnhuter Brüdergemeine«

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Jahreslosung 2016

Gott spricht: Ich will euch trösten, wie einen seine Mutter tröstet.

Jes 66,13 (L)

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letzte Änderung: 05.12.2016 10:00