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Andacht September 2019

Pfarrer Thomas Markert

Nur fünf Brote

Er ist angekommen, endgültig. In unseren Gesprächen, im Alltag, auf den Wahlplakaten. Was vor wenigen Jahren noch wie ein Thema für Expertenkreise und durchgeknallte Politiker daherkam, hat sich unverschämt breit gemacht in unserem Alltag: Der Klimawandel.

Irgendwie wird zurzeit an vielen Stellen dazu demonstriert, gewerkelt, auf Veränderung gedrängt: Kohlendioxid-Steuer, Verbrennungsmotoren verbieten, Atomkraftwerk in der Oberlausitz – die Ideen überschlagen sich. Klar ist, dass etwas passieren muss. Aber was? Welche Vorschläge sind wirklich sinnvoll? Und hinter allen Vorschlägen lauert stets das Gefühl, dass entweder a) die Sache wiedermal auf den Schultern des „kleinen Mannes“ abgeladen werden soll oder b) alles vergeblich ist, weil die andern sowie die viel größeren Klimasünder sind. Wahlweise also: Was können wir kleinen Leute schon ausrichten? Oder: Was kann unser kleines Deutschland schon im weltweiten Maßstab verändern?

Immer wieder denke ich bei dieser ganzen Diskussion an eine Geschichte aus dem neuen Testament. Jesus ist unterwegs, mehr als 5000 Leute mit dabei, die ihn sehen und hören wollen. Am Abend dann die bange Frage der Jünger: Wie kriegen wir diese riesige Menschenmenge nur satt?

Ein kleiner naiver Junge kriegt das mit und sagt: Hier. Ich habe fünf Brote. Und die Jünger lachen ihn aus und verspotten ihn: Was ist denn dieser Notbissen für so viele?

Jesus diskutiert nicht mit. Er nimmt die fünf Brote und spricht ein Dankgebet und beginnt sie danach zu verteilen. Und – so endet die Erzählung – alle werden satt an diesem Abend. Und es bleibt sogar noch reichlich übrig.

Ein Wunder? Jedenfalls eine wunderbare Geschichte!

Denn das, was nur für den hohlen Zahn reicht und was niemals genug sein kann und was völlig absurd ist – das macht alle satt, das reicht auf unerklärliche Weise, das ergibt Sinn – der kurze Weg mit dem Fahrrad, eine Portion Fleisch weniger, ökologische Verantwortung wählen – tatsächlich alles nur für den hohlen Zahn, im weltweiten Maßstab lächerlich gering, niemals genug. Völlig absurd, so die Welt ändern zu wollen – und im Vertrauen auf Jesus wird daraus ein Wunder: es ergibt Sinn, es ist genug, es reicht für alle aus.

Und was ist das Geheimnis dahinter? Es ist der Dank an Gott, der aus unseren winzigen Möglichkeiten großartige Veränderungen macht. Nicht wir sind die Retter des Klimas oder der Welt. Aber was wir tun, das tun wir im Vertrauen auf Jesus, den Retter der Welt.

Einen „wahlweisen“ September wünscht Ihnen Ihr Pfarrer Thomas Markert

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letzte Änderung: 11.09.2019 12:00