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Andacht Dezember 2017

Pfarrerin Dorothee Markert

Liebe Leserinnen und Leser!

„Freitags haben wir immer Enkeldienst“, sagt mir strahlend eine Frau in der Gemeinde. Als ich nach dem Gottesdienst zum Verabschieden einen guten Sonntag wünsche, antwortet stolz ein Mann: „Den haben wir, wir fahren nämlich zu unserem Enkel.“ Dabei lacht er. Eine große Freude ist ihm anzumerken. So ein Kaum-erwarten-Können. Wie oft erzählen mir Großeltern, dass sie die Zeit mit den Enkeln sehr genießen. Sie werden gebraucht, die Omas und Opas. Und sie werden mit den Enkeln noch mal bisschen jünger, so scheint es mir. Da leuchten die Augen. Die Rückenschmerzen sind vergessen. Vergessen ist auch manchmal die Zeit, wenn sie mit den Enkeln spielen oder ihnen vorlesen oder ein feines Essen zubereiten.

Es ist ihre Zeit. Die Zeit mit Oma Brigitte – mit Opa Werner – mit Großmutter Elfriede – mit Großvater Gerhard. Da gibt es welche, die sind gar nicht „in echt“ Oma und Opa, aber dennoch sind sie es, weil sie einfach da sind: Nenn-Opas und Nenn-Omas sozusagen. Das ist so egal, weil sie einfach begeistert sind und sich liebevoll kümmern. Ist das nicht ein Segen?

Ein solcher Nenn-Opa ist der alte Simeon. Lange hat er auf das Kind gewartet. Dann hält er es auf seinen Armen und wirkt überglücklich. Es sprudelt aus ihm heraus: „Das Kind ist ein Licht! Welch ein Geschenk! Es wird große Dinge tun!“ Und beruhigt setzt er dazu: „Nun kann ich in Frieden sterben, denn meine Augen haben den Heiland gesehen!“ Opa Simeon hält seine zitternden Hände über das Kind und seine Eltern und spricht ihnen ganz viel Gutes zu. Segensworte. Worte, die sich bewahrheiten sollen – für alle. Bis heute.

Das ist für mich Advent: sehnsuchtsvoll Warten auf das Kind. Das ist für mich Weihnachten: dieses Kind empfangen. Es ist „nur“ ein Kind. Aber in diesem Kind ist alles drin, was wir uns an Freude, Erfüllung, Glück, Zu-Frieden-heit, Heilen, Licht, Warmherzigkeit, Augenleuchten, Nähe…. wünschen. Mehr braucht es zu Weihnachten nicht, sondern „nur“ dieses Kind, das uns so reich beschenkt: Jesus Christus. Amen.

Ein gutes Zugehen auf das Christfest wünscht Ihnen im Namen aller Mitarbeitenden Ihre Dorothee Markert.

PS: Die Geschichte von Nenn-Opa Simeon finden Sie zum Nachlesen in der Bibel, im Neuen Testament, im Lukasevangelium, 1. Kapitel, ab Vers 22.

»Die Losungen der Herrnhuter Brüdergemeine«

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Jahreslosung 2017

Gott spricht: Ich schenke euch ein neues Herz und lege einen neuen Geist in euch.

Hesekiel 36,26 (E)

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letzte Änderung: 08.12.2017 09:30