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Andacht Mai 2019

Pfarrer Thomas Markert

Bleibt alles anders – in unseren Kirchgemeinden

In meiner Heimatkirchgemeinde Radeberg arbeitete ein Pfarrerehepaar. Für mich als Kind das Selbstverständlichste auf der Welt. Nie wäre mir eingefallen, mich darüber zu wundern, gar in Frage zu stellen, dass eine Frau in unserer Kirche predigte. Heute weiß ich, dass Frauen erst seit 50 Jahren in Sachsen als Pfarrerinnen arbeiten dürfen. Die Einführung der Frauenordination war damals, 1966, von teilweiser großer Skepsis begleitet worden. Jene Pfarrerin, die ich als Kind so selbstverständlich erlebt hatte, gehörte zu jener ersten – noch sehr zurückhaltend beäugten – Generation von Frauen im Pfarramt. Und heute sind Frauen gar nicht mehr wegzudenken aus unserer Kirche….

Neulich erzählte mir ein Gemeindemitglied: „Als vor etwa 20 Jahren unsere Kirchgemeinden rund um den Eigen zu einem Schwesterkirchverhältnis zusammengeschlossen wurden, da war ich sehr skeptisch – kein eigener Pfarrer mehr in unserer Gemeinde. Wie soll das bloß weitergehen? Aber ich finde, das funktioniert jetzt richtig gut. Und heute es ist auch schön, nicht immer nur den gleichen Pfarrer zu erleben.“ Ja, wir haben als Schwestergemeinden einen guten Weg miteinander gefunden. Wir erleben Gottes Segen – im Gemeindealltag und auch bei besonderen gemeinsamen Veranstaltungen. Was anfangs mit manchen Ängsten verbunden war, ist mittlerweile zu einer stimmigen, gut funktionierenden Selbstverständlichkeit geworden.

Nun stehen uns wieder neue Veränderungen ins Haus. Gemeinden müssen sich vereinigen, werden darüber hinaus in einer Großregion zusammengeschlossen (s.u.: Gemeindespektrum). Das wird gewiss kein leichtes Vorhaben. Und auch dieser Prozess ist mit Skepsis verbunden, wird mit großen Anstrengungen und auch manchen Verlusten einhergehen.

Viele Befürchtungen kann ich gut verstehen, manche teile ich, etliche der kommenden Herausforderungen finden mich i.M. ratlos. Mit meiner kleinen Kraft möchte ich gerne manche Unannehmlichkeiten für unsere Gemeindeglieder, so gut es geht, abfedern. Möchte selbst Zukunft gestalten und Andern Mut machen mit einem Blick zurück auf gelungene Änderungsprozesse. Veränderung bedeutet nicht nur Verlust und Fremdbestimmung, genauso ist sie auch Gewinn und Geschenk neuer Möglichkeiten.

Bleibt alles anders – ja es ist wohl so, auch unsere Kirchgemeindeorganisation und unser Gemeindeleben sind im ständigen Fluss. Keinesfalls leicht, das auszuhalten und bewusst zu gestalten. Eins aber bleibt für uns dabei gleich und konstant – und ich erinnere mich noch sehr genau, wie uns dieses Eine schon als Christen in der besonderen Drucksituation in der DDR gestärkt und getragen hat:

Jesus Christus spricht: Wo zwei oder drei in meinem Namen zusammen sind, da bin ich mitten unter ihnen. Im festen Glauben an diese Zusage grüßt Sie Ihr – zuversichtlicher – Pfarrer Thomas Markert

»Die Losungen der Herrnhuter Brüdergemeine«

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Jahreslosung 2019

Suche Frieden und jage ihm nach!

Psalm 34,15

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letzte Änderung: 15.05.2019 12:00