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Grund zur Freude?!

Seit einem knappen Jahr gebe ich Religionsunterricht an der Förderschule für Geistig Behinderte in Großhennersdorf, für Jugendliche zwischen 15 und 17 Jahren. Am Anfang fiel mir das nicht immer leicht, vor allem dann nicht, wenn ich (aller 14 Tage) anschließend zum Religionsunterricht in die 9. Klasse in die Oberschule Bernstadt musste. Die Schüler sind alle im selben Alter – und doch so unterschiedlich. Und anfangs tat es mir leid zu sehen, was die Schüler in Großhennersdorf – im Vergleich mit den Bernstädtern – alles nicht können. Inzwischen hat sich das für mich geändert. Ich habe etwas entdeckt, was die Schüler in Großhennersdorf besonders gut können: Was mir in dieser Klasse richtig gut tut, ist die Freude, die dort herrscht. Eine Freude über Kleinigkeiten: eine Kastanie, eine Blume, eine Umarmung. Eindrücklich aufgefallen ist mir das am letzten Dienstag, als es plötzlich aus heiterem Himmel geschneit hat. Ich habe aus dem Fenster geschaut und mich über den Schnee geärgert, die Schüler in Bernstadt haben darüber geschimpft, dass sie nun bei diesem Wetter auf den Bus warten müssen, die Schüler in Großhennersdorf haben sich einfach nur aus vollem Herzen über die schönen großen Flocken gefreut.

Stefanie Hirsch

Stefanie Hirsch

Das hat meinen Blick auf die Frage gerichtet, worüber ich mich eigentlich so freue und mir ist aufgefallen, dass für mich und sicher auch für manchen anderen, viele Dinge selbstverständlich oder sogar ein Ärgernis sind. Wir stecken fest in all den Alltagsdingen, die wir unbedingt noch schaffen, bedenken, regeln und erledigen müssen. Und über alles, was unvorhergesehen auf uns zu kommt, ärgern wir uns oft.

Vielleicht sollten wir einfach mal versuchen, es so zu machen, wie die Schüler in Großhennersdorf und bei so einer „Überraschung“ mal genauer hinsehen, ob sie uns nicht vielleicht statt dem Ärger einen Grund zur Freude gibt. Das ist sicher nicht immer leicht – auch den Jugendlichen geht es nicht immer gut. Ganz im Gegenteil: Einige von ihnen haben ein ganz schönes „Päckchen“ zu tragen. Aber sie sind mir zum Vorbild

geworden. Wenn ich manchmal gestresst und verärgert vom Verkehr und der knappen Zeit und der Parkplatzsuche dort ankomme, dann tun mir ihre Freude und ihr herzlicher Empfang einfach nur gut.

ES grüßt Sie herzlich Ihre Stefanie Hirsch, Gemeindepädagogin

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letzte Änderung: 18.04.2017 11:30